Editorial

Olaf GellischAls im Oktober 2010 das erste Exemplar von Witten transparent erschien, wurde es von vielen Fragezeichen begeleitet: Ein lokales Gesundheitsmagazin? Wie soll das funktionieren, wo man doch in Apotheken mit den sogenannten „Senioren-Bravos“ zugeworfen wird? Und wo es doch vor Ort viele weitere diverse bunte Blättchen gibt, die ebenfalls kostenlos verteilt werden?

Nun, mehr als neun Jahr danach, kann man sagen, dass es funktioniert. Und ein gewichtiger Grund dafür ist die ebenfalls gut funktionierende Wittener Ärzteschaft. Nur die Kooperation mit den lokalen Medizinern macht Witten transparent überhaupt möglich. Die Ärzte waren es, die den Namen des Magazins auswählten. Sie waren es auch, die das Konzept mit dem monatlich wechselnden Leitthema vorgaben und damit die Weichen für ein gleichermaßen interessantes wie abwechslungsreiches Lesevergnügen stellten. Und die Ärzte sind es auch, die mit viel Engagement ihre qualifizierten redkationellen Beiträge zum jeweiligen Leitthema in Witten transparent platzieren.

Aber warum das alles? Braucht man das im Zeitalter des Internets überhaupt? Die Antwort lautet: „Ja!“ Gerade im Zeitalter des Internets ist es ratsam, sich darüber zu informieren, wie die lokale Kompetenz in Sachen „Gesundheit“ aufgestellt ist. Manch einer hat keine Ahnung davon, was für ein breites Spektrum in Sachen „ärztlicher Versorgung“ vor Ort (und das schließt auch Bochum-Langendreer mit ein) vorgehalten wird; und wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Ärzten aber auch zwischen den Ärzten und den heimischen Krankenhäusern funktioniert.

Das Wissen darum ist für den einzeln insbesondere dann von Bedeutung, wenn er der ärztlichen Hilfe bedarf. Eine schnelle und kompetente Versorgung vor Ort – was gibt es besseres? Dass dennoch das Internet hilfreich mit Informationen über Krankheiten sein kann, steht außer Frage.

Mit dem Konzept des lokalen Medizin-Magazins und den dabei monatlich wechselnden Leitthemen dürfte – nach bisherigem Erkenntnisstand – Witten transparent bundesweit einzigartig sein. Dass das Magazin von Lesern in Witten und Bochum-Langendreer angenommen wird, zeigt, dass der Bedarf an Informationen über die Gesundheit nach wie vor ungebrochen groß ist. Und diese Informationen müssen regelmäßig aktualisiert werden, denn bei Wissenschaft, Forschung und Anwendung der Ergebnisse vor Ort gibt es keinen Stillstand. Binnen der Zeit, in der Witten transparent besteht, hat sich auf diesem Sektor so viel getan, dass es überaus spannend ist, diese Entwicklungen zu begleiten. Die Zukunft der Medizin, in der wir dem Anschein nach schon mit einem Bein stehen, wird weitere gigantische Forschungserfolge bringen. Das wird vermutlich den demographischen Wandel noch verstärken. Die Menschen werden noch älter werden, und die Krankheiten des Alters werden in Zukunft in unserer Gesellschaft eine noch größere Rolle spielen und wiederum das Sozialsystem vor größere Probleme und die Medizin vor weitere Heraufsforderungen stellen.

Witten transparent wird noch viel zu berichten haben.

Ihr
Olaf Gellisch